Die innere und äußere Bühne struktureller Gewalt

Angebot-Nr.: 18C04

EUR 160,00

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Die Veranstaltung findet statt/beginnt am: 11.07.2018


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Beschreibung

Täter – Opfer – Retter

Um sich fortan vor weiterer Traumatisierung schützen zu können, spiegeln Opfer traumatischer Gewalt die Täter genau in die eigene Psyche ein. In Folge entsteht das Dramadreieck der drei Traumarollen Täter, Opfer und Pseudoretter auf der inneren Bühne des Betroffenen. Diese Traumarollen werden aber nicht nur intrapsychisch wirksam, sondern Menschen, denen der Traumatisierte begegnet, unbewusst angeboten.

 

Teammitglieder können sich, je nach eigener Lebensgeschichte, mit diesen Traumarollen unbewusst identifizieren und aus dieser Rollenidentifikation heraus dem inneren Traumasystem des Klienten gemäß handeln. Diese Rollen werden in Teambesprechungen und Supervisionen hineingetragen. Dort entfalten sie dann die äußere Bühne struktureller Gewalt.

Auf dieser äußeren Bühne, also der Bühne des Teams und der hierarchischen Gegebenheiten des Organigramms, reinszenieren sich aggressive, hilflose und narzisstisch-emotionsblinde Handlungen der Teammitglieder gegeneinander. Oft strahlen diese Identifikationen auch in übergeordnete Strukturen wie Supervisoren, Führungspositionen, Ämter, Polizei, Gerichte etc. aus und werden dort wirksam. Teammitglieder beginnen einander zu betrachten wie Mitglieder des Traumasystems des Klienten. 

Reinszenierung mit erneuter Gewalt in verteilten Rollen, Entlassung des Klienten, Spaltungen im Team bis hin zur Entlassung von Mitarbeitern sind die Folge. Gegenmittel: eine klare Haltung, eine gut definierte Rolle, ein klar definiertes Setting, Supervision und ein Durchleuchten der eigenen Lebensgeschichte auf offene Türen für Identifikationen mit den Traumarollen.

 


 

Veranstaltungsinformationen

 

  Dr. Christoph Göttl
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie
 

Theodor-Rothschild-Haus
Mülbergerstraße 146, Esslingen

 

Mittwoch, 11.07.2018

 

09:00-16:30 Uhr

 

160,00 EUR

 

Pädagogische und psychologische Fachkräfte in sozialen Arbeitsfeldern

 

Vollverpflegung