Multifamilientherapie (MFT) Trainer/in

Susanne Brazil (Kursleitung)
Petra Kiehl, SozialpädagoginMFT Coach,
Günter Thielert,
Systemischer Therapeut/ Familientherapeut
Lisa Nonnenmacher,
Sozialpädagogin, MFT-Coach
Doris Drümmer, MFT-Lehrtherapeutin
Modul 1: Do – Fr, 31.01. – 01.02.2019
Modul 2: Do – Sa, 28.03. – 30.03.2019
Modul 3: Mo – Mi, 27.05. – 29.05.2019
Modul 4: Mo – Di, 15.07. – 16.07.2019
Modul 5: Do – Sa, 10.10. – 12.10.2019

 

09:30-17:30 Uhr (Mo, Do)
09:00-17:00 Uhr (Di, Fr, Sa)
2200,00 EUR inkl. Getränke
Pädagogische Fachkräfte der stationären und ambulanten Kinder- und Jugendhilfe, aus Jugendämtern, Bildungseinrichtungen und dem Gesundheitswesen
Brezelfrühstück und Nachmittagskaffee

Multi-Familientherapie (MFT) ist ein relativ neuer Ansatz der Jugendhilfe, der ursprünglich im Kontext der Psychiatrie entwickelt wurde und von Prof. Dr. med. Eia Asen in London und Prof. M. Scholz in Dresden für den pädagogischen Bereich der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland adaptiert wurde. MFT ist ein systemisches Behandlungsmodell das psychoedukative Elemente mit gruppentherapeutischen und systemischen Interventionen verbindet durch das Familien selber Lösungen für ihre Probleme entwickeln.

Angebot-Nr.: 19W02

Dies gelingt durch eine methodische Initiierung von gemeinsamen Kommunikations-, Arbeits- und Reflexionssettings. Als flankierender oder auch als eigenständiger Behandlungsansatz bietet MFT eine innovative und kosteneffektive Methode für die Arbeit mit Familien, besonders in Sozialarbeits- und Jugendhilfekontexten welche mittels Gruppenarbeit die Beziehungs- und Handlungskompetenzen von Familien im eigenen Familiensystem und familiären sozialen Kontext stärkt und erweitert. 2014 wurde die Bundesarbeitsgemeinschaft BAG »Multi-Familien-Therapie in der Jugendhilfe« gegründet und diese entwickelt neue Qualitätsstandards für die Ausbildung und Durchführung von MFT Bundesweit.

Diese Weiterbildung orientiert sich an diesen Ausbildungskriterien.

Arbeitsmethoden

In der MFT-Trainerausbildung werden die Grundlagen der Multi-Familientherapie anhand von Demonstrationen, praktischen Fallbeispielen und Übungen vorgestellt, erfahrbar gemacht und praktisch erprobt. Die Inhalte sind praxisnah und beziehen Fragestellungen und die Belange der Teilnehmer/innen mit ein. So bekommen diese die Gelegenheit während der Weiterbildung ihre MFT-Praxis in Form eines Videos oder einer Live-Supervision supervidieren zu lassen.

Zur Vermittlung Multifamilientherapeutischer Theorie und Praxis, sowie zur persönlichen Weiterentwicklung, dient ein vielfältiges Methodenspektrum. Es beinhaltet Theorieinputs, interaktives Erarbeiten von Themen, Systemische Fragetechniken und Visualisierungsmethoden, Demonstrationen, Rollenspiele, Klein- und Großgruppenarbeit, Partnerarbeit, Kurzreferate, Videoreflexion, Videoteaching, Reflecting-Teams und Selbstreflexion.

Grundlage für erfolgreiche Lernprozesse ist Offenheit und Vertraulichkeit innerhalb der Weiterbildungsgruppe. Die Weiterbildung wird von einer respektvollen und wertschätzenden Haltung gegenüber Teilnehmer/innen, Klient/innen und Kooperationspartner/innen getragen.

Theorie und Methodik

  • Die Seminare werden von erfahrenen MFT-Coaches und Supervisoren geleitet
  • Die Lerninhalte werden praxisnah, ressourcen- und Teilnehmer/innen orientiert vermittelt. Theoretische Grundlagen und aktuelle Entwicklungen der MFT Arbeit fließen in die Lehr- und Lernmodule mit ein
  • Zwischen den Seminaren liegen Peergroup-Treffen.

Voraussetzung

  • Ein qualifizierter Berufsabschluss im psychosozialen Bereich mit mindestens 3-jähriger Berufsausbildung
  • Grundwissen in der systemischen Theorie und Praxis (äquivalent zu 50 Stunden Fortbildung).

Zielgruppe

  • Die Qualifizierung bietet sich besonders für systemisch erfahrene Fachleute aus dem erzieherischen, pädagogischen und therapeutischen Bereich und professionellen Helfern an, die mit Familien arbeiten.

Supervisionen

Supervisionen sind in den Modulen eingeplant. In Block 5 wird eine Live Supervision ermöglicht.

Hospitation

Hospitation wird im Verlauf der Weiterbildung von allen Teilnehmer/innen an 2 Tagen in laufenden MFT Projekten erwartet. Diese müssen dokumentiert werden. Die Teilnehmer/innen sind angehalten im Verlauf der Weiterbildung an 2 Peer Group Treffen teilzunehmen.

Kolloquium und Zertifikat

Der Abschluss der Weiterbildung erfolgt im Rahmen des Kolloquiums. Die Teilnehmer/innen erhalten bei Vorlage der erfüllten Weiterbildungskriterien ein Zertifikat.

Qualifikation

Der/die MFT Trainer/in ist befähigt zur eigenständigen Durchführung von MFT Gruppen.

Veranstalter und Ausbildungsort

Die Ausbildung wird vom Institut fobi:aktiv e.V. durchgeführt. Die einzelnen Module finden im Theodor-Rothschild-Haus in Esslingen statt. Die Weiterbildung findet in Kooperation mit »Connect Hanau« statt.

 


 

Überblick über die Ausbildungsmodule

 

Modul 1 (2,5 Tage vom 31.01.-01.02.2019)
  • Einführung und Vermittlung von theoretischen Grundlagen von MFT
  • Grundhaltungen der MFT
  • Erste praxisnahe Übungen und Rollenspiele
  • 5-Schritte Modell Eia Asen
  • MFT Basis Methoden Koffer
  • Erster Einsatz von Video
Modul 2 (2 Tage vom 28.03.-30.03.2019)
  • Vertiefung der Grundlagen
  • Verdichtung der MFT Haltung
  • MFT-Basistechniken
  • Praxisnahe Rollenspiele
  • MFT in verschieden Praxisfeldern
  • Prozessbegleitung zur eigenen Projekt Entwicklung
Modul 3 (3 Tage vom 27.05.-29.05.2019)
  • Verdichtung der MFT Haltung
  • MFT Gruppen Strukturen und Phasen
  • Üben der Trainerpositionen
  • Erweiterung der Handlungskompetenzen (Methoden Koffer)
  • Verständnis des Trainerzusammenspiels anhand von Rollenspielen
  • Prozessbegleitung des eigenen Praxisfeldes
Modul 4 (2 Tage 15.07.-16.07.2019)
  • Auftragsklärung und Umsetzungsstrategien
  • Gestaltung von MFT Auftaktveranstaltungen
  • Verdichtung des Trainerzusammenspiels
  • Umgang mit schwierigen MFT Situationen
  • Live Sitzung Beobachten, Reflexion und Feedback Methoden
  • Prozessbegleitung des eigenen Praxisfeldes
Modul 5 (3 Tage 10.10.-12.10.2019)
  • Vertiefung der MFT Haltung
  • Professionelle Helfernetzwerke/ Vernetzungen
  • Schwierigkeiten und Grenzen der eigenen Praxis
  • Kontext eigener Praxis
  • Kolloquien
  • Abschluss

 

Unsere Kooperationspartner

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