„Neue (oder andere) Autorität“ – die Haltung der professionellen Präsenz (Teil 1)

Bärbel Ilg-Tatzel 
Diplom-Psychologin
Michael Winkel
Sozialpädagoge

Theodor-Rothschild-Haus
Mülbergerstraße 146, Esslingen

Dienstag, 19.05.2020

09:00-12:00 Uhr

50,00 EUR
für Mitarbeiter/innen der Stiftung Jugendhilfe aktiv kostenfrei

Alle Interessenten

Brezelfrühstück

 „Neue (oder andere) Autorität“ –
die Haltung der professionellen Präsenz (Teil 1)

Wir haben durch unsere Arbeit in der Jugendhilfe mit Kindern zu tun, die wir als „seelisch verletzt“ betrachten und die uns mit ihrem Verhalten  vor große Herausforderungen stellen. Dafür haben wir Idealvorstellungen entwickelt: Das Konzept des „guten Grundes“ – das Verstehen des Verhaltens auf dem Hintergrund einer Lebensgeschichte –  und „Bindung als Konsequenz“ – trotz aller Schwierigkeiten im Kontakt und im Beziehungsangebot zu bleiben. Sich wiederholende, eskalierende Konflikte können aber  zu einem Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit führen. Wie kann es dann gelingen, wieder in Führung zu gehen, Einfluss zu gewinnen und einen klaren Rahmen und Grenzen zu setzen?, Die »Neue Autorität« bietet hier eine Haltung an, die es ermöglicht durch solche Krisen hindurchzukommen und Dominanz oder Unterwerfung, aber auch Beziehungsabbrüche zu vermeiden. Im Vordergrund steht die Stärkung der Präsenz der handelnden Personen und nicht in erster Linie die Veränderung anderer Beteiligter. Ziel ist es  aus der eigenen Haltung heraus aktiv und wirksam sein zu können.

Das Konzept der „professionellen Präsenz“ soll in der Veranstaltung vorgestellt und in seiner Übertragbarkeit auf die Jugendhilfe diskutiert werden.

Die Dienstagsseminare sind eine fortlaufendes Angebot des psychologischen Fachdienstes der Stiftung Jugendhilfe aktiv für Beschäftigte in der Jugendhilfe. In regelmäßigen Abständen werden hier aktuelle Themen aufgegriffen und neue Erkenntnisse über psychische Belastungsfaktoren und Symptome von Kindern und Jugendlichen präsentiert. Es werden therapeutische Konzepte vorgestellt und ihre Bedeutung im Kontext der pädagogischen Praxis diskutiert.

Unsere Kooperationspartner

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