NEUROBIOLOGIE TRAUMATISCHER ERFAHRUNGEN

Dr. Almute Nischak,
Systemische Therapeutin, Ethnologin

Theodor-Rothschild-Haus,
Mülbergerstraße 146, 73728 Esslingen

Freitag, 15.02.2019

09:00 -16:30 Uhr

160,00 €

Alle Interessierten

Brezelfrühstück und Nachmittagskaffee

Neurobiologie traumatischer Erfahrungen

Es gibt Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die traumatisierende Ereignisse erleben oder erlebt haben. Abhängig von Alter, Art und Häufi gkeit der traumatischen Erfahrungen zeitigen solche belastende Erfahrungen tiefgreifende Auswirkungen auf die Entwicklung von Körper, Geist und Identität der Person.

Angebot-Nr.: 19A04

Diese Auswirkungen lassen sich heute neurobiologisch und psychotraumatologisch gut herleiten und psychoedukativ in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einbringen. Gerald Hüther schrieb bereits 2010: „Kindergehirne sind – vor allem in den höheren Bereichen und auf den komplexeren Verarbeitungsebenen – noch nicht stabil vernetzt, diese Strukturen müssen erst noch erfahrungsbedingt stabilisiert werden. Frühkindliche Traumatisierungen manifestieren sich daher nicht auf der Ebene und im Kontext bereits vorhandener Strukturen, sondern auf der Ebene des nun weiter ablaufenden Strukturierungsprozesses.“ Mit einem vertiefenden Verständnis der neurobiologischen Grundlagen wird nachvollziehbar, wie sich traumatische Erfahrungen auf Gehirn und Organismus auswirken und welche (Verteidigungs-)Systeme zum Überleben aktiviert werden mussten.

 Angewandte Methoden

  • Theoretischer Input, Gruppenarbeit, Kreative Techniken, Filmbeispiele

Inhalt

  • Definition Trauma
  • von „zerspringenden Spiegeln“ und „Traumatischen Zangen“
  • Unterscheidung von Mono- und sequentiellen Traumatisierungen aus Sicht der Neurobiologie
  • Traumabedingte Dissoziation als zentraler Aspekt von Trauma
  • Auswirkungen auf Körper, Geist und Gedächtnis
  • „Angefasst“ – Verkörperung des Schreckens
  • Stresstoleranz und Steigerung des Handlungsvermögen

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