Workshop- Reihe – Help yourself to serve others: Psychohygiene und Resilienz durch Yoga, Atem und Meditation

Cornelia Nyhof
Yogalehrerin, Atemcoach, Achtsamkeits- und Meditationstrainer, Schulbegleiterin

Stiftung Jugendhilfe aktiv
Mülbergerstraße 146, Esslingen

Kurs 2021/2022

Mittwoch, 13.10.2021
Mittwoch, 15.12.2021
Mittwoch, 09.02.2022

Kurs 2022

Mittwoch, 09.03.2022
Mittwoch, 11.05.2022
Mittwoch, 13.07.2022

15:00-18:00 Uhr

 EUR 75,00 ( für Mitarbeiter*innen der Stiftung Jugendhilfe aktiv)

EUR 150,00 für Extern

alle Interessenten

Workshop-Reihe

Help yourself to serve others: Psychohygiene und Resilienz durch Yoga, Atem und Meditation
Schulbegleiter, Lehrer, Sozialarbeiter oder auch Menschen in anderen sozialen Berufen haben es häufig mit sehr gefühlsstarken Kindern zu tun. Emotional kann das schon mal an die Substanz gehen. Diese Substanz kann vor allem bei besonders empathischen, sensiblen Menschen oder solchen, die sich schlecht abgrenzen können und die Selbst-fürsorge vernachlässigen, recht schnell aufgebraucht sein. In der Folge kann es zu Energielosigkeit, Müdigkeit, Verspannungen, Schlaflosigkeit, Widerstand – im schlimmsten Fall zum Burn Out kommen. Psychohygiene bzw. seelischer und emotionaler Selbstschutz in Form von Resilienz-, Achtsamkeits-, Selfcare-Praktiken, die wieder in die eige-ne Mitte und Kraft führen, sind dann hilfreich, um den Kindern und Jugendlichen dauerhaft ein starker Partner sein zu können, getreu dem Motto: You can´t pour from an empty cup.

In drei aufeinander folgenden Workshops arbeiten wir an Themen wie:
wie kann ich mich erden, nähren, aufladen, aber auch Gedanken, Erlebnisse loslassen, die mir Energie nehmen
wie kann ich in mir selbst Ruhe und Stabilität finden, wenn es im Außen stürmisch zugeht
wie kann ich mich abgrenzen, meine Balance wahren, in der eigenen Mitte bleiben
wie kann ich wieder in den Fluss kommen, Leichtigkeit spüren, mit Freude und Offenheit ein vertrauensvoller und starker Partner sein
wie kann ich ein offenes Herz behalten – offen bleiben sowohl für die Bedürfnisse des Kindes als auch für die eigenen -, Mitgefühl spüren ohne Mitleid zu haben, Empathie und Selbstempathie entwickeln
wie bleibe ich in Verbindung mit mir und anderen, wie zapfe ich meine Ressourcen an, um weiterhin mit Leidenschaft und Freude zu agieren statt auszubrennen

Erlernt werden Techniken aus dem…

Yoga (einfache Sequenzen, Bewegungsmeditationen, Mudras (Fingeryoga), Atemübungen, Visualisierung)
Tai Chi (Energiearbeit durch Schütteln, Klopfen)
Atemcoaching (zentral für Gesundheit und Resilienz)
Journaling/Schreiben (Selbstreflexion, Inquiry)
Meditation und Achtsamkeit
Abgrenzungsrituale (Übergang in eigenen Alltag erleichtern)
Entspannungsübungen
u.v.m.

Hinweis:
Benötigt werden nicht unbedingt Yoga- oder andere Sportmatten, wären aber von Vor-teil (es reicht aber auch i.d.R. ein Teppich oder rutschfester Boden).
bequeme Kleidung
Wasser/Tee
Papier und Stift
Decke, eventuell ein Buch

Kleines Extra:
Zu jedem Workshops gibt es jeweils ein Workbook, mit dem zuhause weiter geübt und in dem nachgelesen werden kann. Denn es ist wichtig, das Erlernte auch im Nachgang zu praktizieren und eine eigene kleine Selbstfürsorge-Routine zu entwickeln, um sich im-mer wieder aufzuladen und zurück in die eigene Mitte zu finden.

Workshop #1:
Bodenhaftung in Krisensituationen behalten: Erden um zu wachsen

Im Beruf und im Privaten gibt es immer mal wieder Situationen, die uns besonders viel Kraft und Energie abverlangen. Dann ähneln wir einem Baum, der die Kraft seiner Wurzeln verloren hat – durch zu viel Stress auf emotionaler, mentaler oder physischer Ebene. Ohne starke Wurzeln können wir allerdings kommenden Stürmen und Herausforderungen schlechter begegnen. Wir brauchen ein gutes Fundament, Halt und Ressourcen, die uns mit einer stabilen Basis ausstatten. Diese Kraftressourcen und Stabilitätsanker in uns zu finden und zu nähren, ist auch wichtig, wenn wir mit Kindern und Jugendlichen in Krisensituationen arbeiten. Sie brauchen einerseits stabile Partner, die ihnen Sicherheit und Ruhe vermitteln, und ihnen zudem mit Offenheit, Vertrauen und Akzeptanz be-gegnen. Daher ist es wichtig, immer wieder Kontakt zu sich aufzunehmen, in die eigene Mitte zurückzufinden und Energie-Reserven zu bilden oder wieder aufzufüllen.

In diesem Workshop erforschen wir:
– was gibt uns Halt und Kraft, wie finden wir Stabilität und Ruhe in uns
– wie finde ich vor einem anstrengenden Arbeitstag Kraft und nach einem Arbeitstag Ru-he, wie kann ich den Tag und seine Eindrücke loslassen, entspannen
– wie fülle ich Energiereserven auf und erkenne Energieräuber
– wie kann ich mit Embodiment zu mehr Präsenz und Achtsamkeit finden und besser ins Spüren kommen
– wir erfahren Langsamkeit und Stille, die uns wieder spüren und mit uns verbinden lässt, uns stärkt und nährt, uns widerstandsfähiger für neue Herausforderungen macht, uns erdet, um anderen wieder Kraft schenken zu können
– u.v.m.

Workshop #2:
Mit Fokus und Freude präsent sein statt im Gedankenstrudel zu ertrinken

Wie heißt es so schön: Flow with life – und das Leben ist eben nicht immer der schimmernde, kühlende, erfrischende Ozean, den wir gerne hätten, weder im Beruflichen noch im Privaten. Es gibt Phasen, die sind stürmisch, schlagen hohe Wellen und wirbeln uns hoch und herunter. Es gibt aber auch Phasen, in denen sind wir im „Flow“, nehmen Herausforderungen spielend an und fließen zufrieden mit dem, was in unser Leben tritt. Veränderungen sind Bestandteil des Lebens. Doch manche gefallen uns eben nicht so sehr wie andere. Widerstand, Ärger oder ein sich Verschließen kann eine Reaktion sein. Statt flexibel auf den Wandel zu reagieren, erstarren wir, ziehen uns zurück, verschließen uns gegenüber Menschen, Gefühlen, Situationen. Häufig haben wir an diesem Punkt unsere eigene Mitte verloren, Kraft eingebüßt und stecken in alten Denk- und Handlungsmustern fest. Vielleicht haben wir auch unsere Grenzen zu selten gewahrt und merken nun, wie sich Widerstand auftut, Ärger entsteht: Das beeinträchtigt auch die Kommunikation und den Kontakt mit anderen.

In diesem Workshop erforschen wir:
– wie kann ich zurück finden zu mehr Freude und Leichtigkeit im Job und im Privaten
– wie kann ich aus dem Bauch heraus und mit Fokus agieren
– wie kann ich mit anderen achtsamer und empathischer in Kontakt treten
– wie kann ich Kreativität und Intuition stärken und begrenzende Glaubenssätze auflö-sen
– wie kann ich wieder zu mehr Glück und Genuss finden
– inwieweit bin ich bereits in meiner Mitte, Kraft, im Vertrauen, wo brauche ich mehr Freiheit
– Was möchte ich verändern, was einladen, was loslassen, was hält mich eventuell noch zurück

Workshop #3:: Aus dem Kopf ins Herz: Emotionen und Gefühlen offen begegnen

Aus dem Kopf ins Herz: Das kann die wohl längste Reise sein, die wir jemals antreten. Dabei trennen Kopf und Herz nur knapp 30 cm. Dennoch bleibt häufig das Herz auf der Strecke, während der Schädel brummt. Emotionen und Gefühle sowie die Offenheit ihnen gegenüber in Form von Mitgefühl kann ein absolutes Plus im Job sein. Empathie hilft uns, einfacher mit anderen in Kontakt zu treten und zu verbinden. Gerade in der Arbeit mit Menschen mit sozialen und/oder emotionalen Defiziten ist es ein unglaubliches Plus. Allerdings neigen auch viele empathische und sensible Menschen dazu, die Tore zu ihrem Herzen zu weit zu öffnen und sehen sich am Ende des Arbeitstages mit einem Gefühl konfrontiert, das nicht ihres zu sein scheint: Sie sind traurig, wütend oder hoffnungslos, meistens einfach völlig ausgelaugt. Wichtig sind dann Selbstfürsorge, Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst zum Beispiel in Form von Selbstempathie, Akzeptanz und Mitgefühl – Qualitäten, die wir täglich anderen schenken, uns selbst gegenüber aber häufig nicht im gleichen Maße zugestehen.

In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit Themen wie:
– wie komme ich wieder besser in Kontakt mit mir, meinen Gefühlen und Emotionen
– wie grenze ich mich gegen die Stimmungen und Gefühle der anderen ab
– wie lasse ich Emotionen wieder los
– wie kann ich mir selbst mit Liebe, Mitgefühl und Akzeptanz begegnen
– wie schütze ich mich vor den Energien anderer ohne mich zu verschließen, meine Em-pathie zu blockieren
– wie kann der Atem als kraftvolle Ressource und Anker helfen, vom Kopf ins Herz zu gelangen, hin zu mehr Fühlen und Spüren, zurück ins Hier-und-Jetzt, wenn wir mal wieder in Gedanken feststecken

Unsere Kooperationspartner

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