Aus akuten Eskalationen herausführen mit bindungsgeleiteter Autorität und NeuroDeeskalation

Evolutionsbiologisch und –psychologisch reagieren Menschen in wahrgenommenen Gefahrensituationen (hoher Stresslevel/gefühlte Bedrohung) nach einem auf Prägung basierendem, neurobiologisch nachweisbarem Mechanismus. Egal ob in emotionalisierten Konfliktsituationen wie Eskalationen, Massenphänomenen wie Großveranstaltungen, Feuerbränden…

Es gibt den Moment, wo der einzelne, jeder für sich, nach Orientierung sucht

Wir nennen diesen Moment „Soziale Orientierungsreaktion (social referencing). Und dabei orientieren wir uns instinktiv nicht in erster Linie an Bindungspersonen, sondern an Personen, denen wir in dieser Situation zutrauen, aus dieser komplexen, bedrohlichen Situation heraus führen zu können (social tracking). Wir alle kennen diese Reaktion. Und dennoch treten diese Orientierungsreaktionen verständlicherweise vermehrt bei Menschen mit Bindungsstörungen, mit Traumatisierungen, mit instabiler Persönlichkeit, auf.

„Eskalation als Chance“

So wie wir in der Gefahrensituation, zum Beispiel bei einem Feuer im Haus, dem Feuerwehrmann vertrauen und uns führen lassen, so müssen wir in unserer Führungsautorität als LehrerIn, als Sozialpädagoge, als Sozialarbeiter,…..so kompetent und glaubwürdig aufgestellt sein und das Wissen haben, wie wir, gerade in schwierigen Situationen, führen. Denn genau da besteht eine große Chance auf das Gegenüber positiv einwirken zu können („Eskalation als Chance“). Wenn das gelingt, stärkt es die Beziehung auf besondere Weise.

Dr. Christoph Göttl, Gründer der Bewegung NeuroDeeskalation
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Traumatherapeut und Ausbildner für Traumapädagogik

Mag. Stefan Ofner, Psychologe, INA Geschäftsführer Institut für neue Autorität Österreich

Seminar-Angebot: „Neurodeeskalation und Führungsautorität“

Flyer MFT

Video zum Thema „Deeskalation“:

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