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…wir müssen auch mal das Bremspedal treten anstatt ausschließlich mit dem Fuß auf dem Gas zu stehen, mit dem Ziel, es immer noch ein wenig mehr herunterzudrücken. Höher-Schneller-Weiter ist in einer Leistungsgesellschaft wie der unsrigen eine brav befolgte Parole – aber zu welchem Preis? Immer mehr Menschen arbeiten am Limit, mit verheerenden gesundheitlichen Folgen. Irgendwann jault der Motor nämlich nicht mehr, sondern explodiert.

Alles braucht eine Pause, wir müssen zwischendurch mal auschecken, damit wir nicht unter der Last der Aufgaben zusammenbrechen und zu Zombies mutieren. Es ist wie mit der Atmung: Wir können nicht nur einatmen, einatmen, einatmen, sondern müssen auch abgeben, loslassen, ausatmen. Wir können nicht nur aufnehmen, wir brauchen auch Zeit, um Eindrücke zu verdauen etc.

Pausen helfen uns, unser System wieder zu ent-stressen, herunterzufahren, uns zu regenerieren, kurz: uns vor Tagesstart, zwischendurch oder nach der Arbeit wieder mit Energie aufzuladen.

In diesem Blog findet ihr ab sofort kleine Fit&WellTipps, Infos rund um Yoga, Atmung und Co., einfache Tools, um Körper, Geist, Seele zu stärken.

In diesem Sinne: Just breathe, move, relax.

Embodiment
Wenn wir unter Stress stehen rutschen Aufmerksamkeit und Atem sprichwörtlich nach oben: Wir sind im Kopf präsent statt im Körper, wir atmen flach, d.h. ausschließlich im oberen Bereich (Brustatmung), wir halten viel Spannung im Körper und können nicht loslassen. Auf Dauer wird das zu einem Problem. Daher folgt nun eine Übung, um sich in stressigen Phasen schnell erden und zentrieren zu können.

How To: Erden und zentrieren

Im Stehen
Kommt in einen hüftweiten Stand, beugt die Knie leicht, richtet die Wirbelsäule natürlich auf, indem ihr den Nabel nach innen und oben hebt und das Steißbein Richtung Erde zieht. Rollt die Schultern zurück und nehmt den Hinterkopf sanft nach hinten. Das Kinn bewegt sich Richtung Brustbein. Spürt die Verwurzelung der Füße und die Aufrichtung nach oben. Nehmt euren ganzen Körper wahr – von Kopf bis Fuß. Schwingt nun leicht von Seite zu Seite und vor und zurück, indem ihr euer Gewicht verlagert. Nehmt den ganzen Fuß mit Ferse, Ballen, Zehen, Fußaußen- und innenkante wahr.

Im Liegen
Eine andere Möglichkeit „herunterzukommen“ besteht darin, dass ihr in Rückenlage kommt, die Arme liegen entspannt neben dem Körper mit den Handflächen nach oben. Entspannt die Schultern noch einmal bewusst und spürt das Getragensein von der Erde. Gebt euer Körpergewicht komplett an die Erde ab. Die Beine liegen locker und ausgesteckt am Boden, die Füße kippen nach außen. Legt gern ein Kissen auf euren Bauch, fühlt euch gehalten von der Unterlage. Entspannt noch mal Stirn, Gesicht, Unterkiefer. Die Zunge liegt am oberen Gaumen. Zieht das Kinn sanft Richtung Brustbein, damit ihr Länge im Nacken schafft. Atmet nun tief und nach unten in den Bauch – gegen das Kissen, das euch leicht beschwert und sich mit der Einatmung (EA) hebt. Lasst anschließend in die Ausatmung los. Nehmt die kleine Pause wahr, die vor der nächsten EA entsteht. Wenn ihr einen Impuls zur EA wahrnehmt, atmet genussvoll ein. Macht dies für die nächsten fünf Minuten: Tiefes, entspanntes, diaphragmatisches Atmen (Bauchatmung).

Mind full oder mindful?

10 Minuten MeTime a day keeps the doctor away
Manchmal reichen 10 Minuten am Tag, in denen wir kurz den Reset Knopf drücken, um wieder geerdet und zentriert zu sein, das Gedankenkarussel zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen, uns wieder zu spüren und Abstand zu den ToDos zu gewinnen. Bei vielen beginnt der Puls bereits durch die Decke zu schießen, wenn sie bloß an das Wort MeTime (sprich: Zeit nur für mich) denken. Denn sich Raum zu verschaffen, um in sich hineinzuhorchen, klingt einfach, scheint aber im hektischen Alltag mit all den Verpflichtungen aus Job, Familie und Freunden einem Mammutprojekt zu gleichen. Da wartet man lieber auf den Urlaub. Doch wer kennt das nicht: Der Urlaub startet und wir werden krank. Daher ist es sinnvoll sich wenigstens 10 Minuten am Tag nur für sich zu nehmen, manchmal reichen sogar bereits 5 Minuten. Das kann die Meditation am Morgen sein, der erste Kaffee am Tag, ein kurzer Spaziergang in der Mittagspause oder nach Feierabend, bewusstes Atmen auf der Fahrt von A nach B etc.

How to:
Erlebt diese 10 Minuten bewusst, d.h. mit wachem Geist, fühlend, offen, urteilsfrei. Wenn Gedanken auftauchen – und glaubt mir, das werden sie! – hilft es meist, sich auf etwas anderes zu fokussieren: den Atem, Sinneseindrücke, das Gehen mit bewussten Schritten etc. Ihr könnt euch in dieser Zeit auch folgende Fragen stellen:
Wie fühlst du dich gerade (Gefühle)? – Was brauchst du (Bedürfnisse)? – Was läuft gut (auch kleine Erfolge, schöne Erlebnisse zählen)? – Wozu mache ich xy (Job, Tätigkeit… Überlege, welcher Nutzen hinter dieser Tätigkeit steckt – für dich und andere —> Sinnhaftigkeit)?

Coming up soon…..
Im kommenden Newsletter erfahrt ihr mehr zur Atmung, dem energetischen Selbstschutz und Energie gebenden Fingergesten!

Bis dahin, bleibt gesund!

Cornelia Nyhof/ Referentin fobi: aktiv

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